Endlich wieder in die Luft gehen

  • Die Ausbildungssegler warten auf ihren ersten Einsatz in der Flugsaison 2020
    Die Ausbildungssegler warten auf ihren ersten Einsatz in der Flugsaison 2020
  • Alle Flugzeugbewegungen finden mit Abstand bzw. mit sowie Mund-/Nasenschutz statt
    Alle Flugzeugbewegungen finden mit Abstand bzw. mit sowie Mund-/Nasenschutz statt
  • Vorbereitungen zum Windenstart für Nachwuchsfluglehrer Philippe Held
    Vorbereitungen zum Windenstart für Nachwuchsfluglehrer Philippe Held
  • Die Ausbildungssegler warten auf ihren ersten Einsatz in der Flugsaison 2020
  • Alle Flugzeugbewegungen finden mit Abstand bzw. mit sowie Mund-/Nasenschutz statt
  • Vorbereitungen zum Windenstart für Nachwuchsfluglehrer Philippe Held
Nachdem die jüngsten Lockerungen der Coronabeschränkungen auch den Vereinssport in NRW betrafen ist nun auch der Luftsport grundsätzlich wieder möglich. Und so heißt es seit dem 16.05.2020 für die Pilotinnen und Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e.V. (VfS Krefeld): "Endlich wieder in die Luft gehen."

Wie viele andere Sportler/-innen, mussten sich auch die Mitglieder des VfS Krefeld seit Anfang März in Geduld üben und konnten bei schönem Wetter nur sehnsüchtig in den Himmel schauen. Nach mehr als zwei Monaten konnte es nun endlich wieder mit dem Flugbetrieb auf dem Krefelder Egelsberg losgehen. Aber natürlich kann auch der Luftsport nicht wie bisher duchgeführt werden. Viele Vorsichtsmaßnahmen und Regeln sind einzuhalten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Eine wichtige Maßnahme im VfS Krefeld ist zum Beispiel, dass alle drei doppelsitzigen Segelflugzeuge mit einer zusätzlichen Plexiglasscheibe im Cockpit ausgestattet wurden. Diese trennt den vorderen vom hinteren Sitz, so dass Flugschüler/-in und Fluglehrer faktisch räumlich getrennt sind, obwohl der Abstand im Flugzeug natürlich kleiner als 1,5 Meter ist. "Das ist Fliegen wie in einem englischen Taxi", erklärte der erste Vorsitzende Ansgar Heitkamp, der im übrigen vor Flugbetriebsbeginn das obligatorische Flugbetriebs-Briefing auch für eine umfassende Unterweisung in die "Coronaregeln" nutzte. Diese Unterweisung wird es bis auf weiteres vor jedem Flugbetrieb geben. Alle Mitglieder haben zudem vorab die neuen "Coronaregeln" für den Flugbetrieb schriftlich erhalten. So wird z. B. eine detaillierte Anwesenheitsliste geführt. Im Hangar, an den Flugzeugen oder immer dann, wenn es im Flugbetrieb mit den 1,5 Metern Abstand knapp werde könnte, tragen alle Anwesenden Handschuhe sowie Mund-/Nasenschutz. Beim Aufenthalt an der Startstelle ist strikt die Abstandsregel einzuhalten, in Fahrzeugen sitzt immer nur eine Person und natürlich gibt es an der Startstelle Desinfektionsmittel sowie Wasser und Flüssigseife, usw. Dies ist nur ein Auszug der organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen, die im übrigen von allen vorbildlich eingehalten wurden.

Trotzdem kam natürlich das Fliegen selbst nicht zu kurz. Bereits an den ersten beiden Flugtagen konnte eine Vielzahl der obligatorischen Überprüfungsstarts mit Fluglehrer jeweils in den Startarten Windenstart und Flugzeugschlepp durchgeführt werden. Extra dafür waren drei Fluglehrer mit allen drei doppelsitzigen Seglern mit Einsatz. Natürlich wurde auch für die Flugschüler/-innen wieder mit dem Ausbildungs-flugbetrieb begonnen. Selbst die ersten längeren Thermik- und Streckenflüge konnten stattfinden – diese natürlich nur in den einsitzigen Segelflugzeugen des VfS Krefeld.

Alles in allem waren die Mitglieder glücklich und zufrieden, sich "mit Abstand" wiederzusehen. Und endlich konnten alle den schönen Niederrhein wieder von oben betrachten und die Fazination des ruhigen und eleganten Dahingleitens erleben. Da auch das Wetter in den nächsten Tagen mitspielen soll, steht diesen Erlebnissen nun nichts mehr im Wege, auch wenn sich die Normalität im Flugbetrieb damit zunächst noch nicht ganz einstellen kann. Trotzdem ist es das Erlebnis Segelfliegen Wert, auch mit "Coronaregeln" in die Luft zu gehen und ein schöner Lichtblick in Richtung Normalität!

 

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