Auch die Segelflieger müssen am Boden bleiben

  • Vorbereitungen zur Flugsaison ( noch vor der Kontaktsperre)
    Vorbereitungen zur Flugsaison (noch vor der Kontaktsperre)
  • Im Hangar auf dem Egelsberg warten die eleganten Segler auf ihren Einsatz nach Corona
    Im Hangar auf dem Egelsberg warten die eleganten Segler auf ihren Einsatz nach Corona
  • Vorbereitungen zur Flugsaison ( noch vor der Kontaktsperre)
  • Im Hangar auf dem Egelsberg warten die eleganten Segler auf ihren Einsatz nach Corona
Die Ostertage 2020 sind vorbei und das Wetter war herrlich. Auch zum Segelfliegen wären die Bedingungen eigentlich sehr schön gewesen. Lieder geht es den Pilotinnen und Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e. V. (VfS Krefeld) aber wie vielen anderen Team-Sportlern. Durch die Corona-Pandemie und die Kontaktsprerre ist auch der Flugplatz Krefeld Egelsberg als Sportstätte geschlossen und jeglicher Vereinsbetrieb ruht.

Also bisher kein Flugbetriebsbeginn 2020, kein Vereins-Osterfeuer in geselliger Runde und auch nicht das ersehnte Osterfluglager auf dem Flugplatz Celle in der Lüneburger-Heide – alles musste leider abgesagt werden und stattdessen ist warten angesagt. Warten heißt dabei nicht wie sonst, warten auf gutes Wetter, sondern darauf, dass die Entwicklungen rund um die Coronakrise auch das Segelfliegen wieder möglich macht.

Dabei hatte Anfang März noch alles so gut angefangen: Alle Flugzeuge waren pünktlich aus der Winterwartung des VfS-Krefeld fertig zur Flugsaison und die jährliche Nachprüfung am 14. März verlief wie immer ohne Beanstandung. Bei der nachfolgenden Flugsicherheits-besprechung wurde die Organisation des Flugbetriebs noch einmal intensiv erörtert und alle wichtigen Sicher-heitsthemen aufgefrisch. Mit großer Vorfreude sollte es dann planmäßig 21. März losgehen. Bekanntermaßen wurde daraus leider nichts und die eleganten Segler vom Egelsberg müssen erst einmal am Boden bleiben. Getreu dem Gebot "Stay at home" geht auch bei den VfS-Pilotinnen und -Piloten die Gesundheit vor und alle bleiben zu Hause. Die sechs Segelflugzeuge und zwei Motorflugzeugen sind sicher und fein säuberlich im Hangar bzw. im Transportanhänger auf dem Egelsberg verstaut und warten dort geduldig auf ihren ersten Einsatz. Wann der sein wird lässt sich im Moment leider nicht sagen. Denn Segelfliegen ist ein Teamsport, bei dem man sich auf dem weitläufigen Flugplatz am Boden zwar aus dem Weg gehen könnten, spätestens aber beim gemeinsamen Fliegen im Doppelsitzer geht es im Cockpit doch recht eng zu. Die geforderten 1,5 – 2 Meter Abstand lassen sich dort einfach nicht einhalten.

Auch wenn allen VfS-Mitgliedern die gewohnte Gemeinschaft und das Erlebnis Segelfliegen auf dem Egelsberg natürlich unendlich fehlen, so läßt trotzdem niemand den Kopf hängen. In gemeinsamen Videokonferenzen finden derzeit Online-Stammtische statt oder es werden gemeinsam per Webinar interessante Fachthemen aufgearbeitet. Manche Nachwuchs- und Leistungsflieger frischen zudem ihre theoretischen Kenntnisse auf und stöbern dazu in Fachliteratur. Andere wiederum finden interessant Segelflugtipps oder –Berichte auf Youtube. Außerdem nutzen viele Flugschüler/-innen die aktuelle Flugpause, um sich intensiv auf die umfachreiche theoretische Lizenzprüfung vorzubereiten. Es soll aber auch Flugschüler und Piloten geben, die sich derzeit ausgiebig dem Segelflugsimulator auf dem heimischen PC widmen.

Alle VfS-Mitglieder eint aber der Wunsch und die Hoffnung, dass sich die Corona-Lage soweit entschärft. Vielleicht kann ja dann mit einigen Schutz- und Hygienemaßnahmen doch wieder geflogen werden und wir alle dürfen wieder ein Stück in die Normalität zurück.

 

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