Longest-Day-Fliegen auf dem Egelsberg

  • Ein bizarres Lichterspiel bei der ersten Landung um 5:20 Uhr
    Ein bizarres Lichterspiel bei der ersten Landung um 5:20 Uhr
  • Fluglehrer Philippe Held gratuliert Christian Breuer zu seinen ersten 3 Alleinflügen
    Fluglehrer Philippe Held gratuliert Christian Breuer zu seinen ersten 3 Alleinflügen
  • Gratulation an Finn Greiser nach den ersten 3 Soloflügen
    Gratulation an Finn Greiser nach den ersten 3 Soloflügen
  • Tagsüber mit Luftraumfreigabe unterwegs über dem Baldeneysee
    Tagsüber mit Luftraumfreigabe unterwegs über dem Baldeneysee
  • Der letzte Windenstart bei Sonnenuntergang
    Der letzte Windenstart bei Sonnenuntergang
  • Ein bizarres Lichterspiel bei der ersten Landung um 5:20 Uhr
  • Fluglehrer Philippe Held gratuliert Christian Breuer zu seinen ersten 3 Alleinflügen
  • Gratulation an Finn Greiser nach den ersten 3 Soloflügen
  • Tagsüber mit Luftraumfreigabe unterwegs über dem Baldeneysee
  • Der letzte Windenstart bei Sonnenuntergang
Die Sommersonnenwende und somit der längste Tag des Jahres ist für viele Menschen etwas besonderes und es finden in der Regel vielfältige Aktionen statt. So auch bei den Pilotinnen und Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e.V. (VfS Krefeld). Sie nutzen den letzten Samstag, wie es gute und lange Traditionn ist, für intensiven Segelflugbetrieb von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – dem sogenannten "Longest-
Day-Fliegen". (In diesem Jahr natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln für den Luftsport!)

Wie geplant trafen sich die Frühaufsteher des VfS-Krefeld bereits um 4:00 Uhr morgens am Hangar, um alles vorzubereiten. Pünktlich um 5:13 Uhr bei Sonnenaufgang hob dann auch der erste Segler in den Krefelder Morgenhimmel mit seinen besonderen Lichtverhältnissen ab. Auch wenn es nicht der ganz brilliante Sonnenaufgang war und einige Wolken den Himmel bedeckten, konnten nacheinander alle Pilotinnen und Piloten das frühe Erlebnis genießen, um in besonders ruhiger Luft über die noch verschlafene niederrheinische Landschaft zu gleiten. Nach einem guten Frühstück mit den schon legendären Rühreiern von Martin Wessels (Duisburg) hatten sich die Wolken verzogen und es herrschten ideale Wetterbedingungen für viele Ausbildungs- und Streckenflüge.

Einen ganz besonderen Erfolg konnte dabei Christian Breuer (Meerbusch) für sich verbuchen. Obwohl er erst in diesem Jahr mit dem Segelfliegen begonnen hat und Corona-bedingt eine ganze Zeit nicht geflogen werden konnte, schaffte er souverän seine ersten drei Alleinflüge. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der Nachwuchsfluglehrer Philippe Held (Krefeld –Traar), der sich besonders intensiv um die Flugausbildung kümmerte. Für Christian Breuer somit ein unvergessliches Erlebnis an einem unvergesslichen Tag. Er konnte nach nur 36 Starts mit Fluglehrer, erstmals alleine und frei wie ein Vogel über dem nördlichen Krefeld seine Runden drehen – herzlichen Glückwunsch!

Hier muss zudem erwähnt werden, dass schon am Wochenende zuvor auch Finn Greiser (Kempen - St. Hubert) mit nur 15 Jahren seine ersten drei Alleinflüge ebenfalls souverän meistern konnte. Auch hierzu einen ganz herzlichen Glückwunsch! Alles in allem zwei fantastische Ausbildungserfolge in der noch jungen Flugsaison 2020 des VfS-Krefeld.

Da aber auch die thermischen Aufwinde an diesem Longest-Day besonders gut waren, nutzten viele erfahrene Pilotinnen und Piloten den langen sonnigen Tag für ausgedehnte Streckenflüge. Bie idealen Wetterbedingungen mit herrlichen Cumulus-Wolken erstreckten sich die längsten Flüge dabei auf über 700 km über große Bereiche Nordrhein-Westfalens. Insgesamt kamen so bei sechs Flügen in Summe fast 2.500 km zusammen. Ganz nebenbei sei hier erwähnt, dass der VfS-Krefeld derzeit in verschiedenen Wertungen des Streckensegelflugs auf den vorderen Rängen in NRW zu finden ist – vielleicht gelingt ja sogar in diesem Jahr der Aufstieg in die 2. Bundesliga im Bereich der Geschwindigkeitswertung.

Natürlich war über diesen langen Tag hinweg auch für das leibliche Wohl gesorgt. So gestärkt konnten es die VfS-Mitglieder gut über den ganzen Tag hinweg aushalten, auch wenn sich die Sonne zu später Stunde doch wieder dem Horizont näherte. Nach insgesamt 106 Starts bzw. Landungen mit einer Gesamtflugzeit von insgesamt etwas mehr als 61 Stunden setzte der letzte Segler pünktlkich zum Sonnenuntergang um 21:49 Uhr sauber auf der Egelsberger Landebahn auf. Über 16 Stunden Flugbetrieb lagen jetzt hinter den Pilotinnen und Piloten. Nach einem so erflogreichen Tag und um viele Eindrücke und Flugerlebnisse reicher, waren einige VfS-Mitglieder dann aber doch froh über eine gute "Mütze voll Schlaf".

 

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