Adieu Flugsaison 2016

  • VfS-Flugschüler: Julius Kellings, Max Zeuner, Niklas Gassner und Oliver Gold (von links)
    VfS-Flugschüler: Julius Kellings, Max Zeuner, Niklas Gassner und Oliver Gold (von links)
  • Vorbereitung zum Abrüsten des Schulungsdoppelsitzers
    Vorbereitung zum Abrüsten des Schulungsdoppelsitzers
  • Gemeinsam bei der Anhängerpflege
    Gemeinsam bei der Anhängerpflege
  • Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
    Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
  • Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
    Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
  • Impression mit tief stehender Herbstsonne am Niederrhein
    Impression mit tief stehender Herbstsonne am Niederrhein
  • VfS-Flugschüler: Julius Kellings, Max Zeuner, Niklas Gassner und Oliver Gold (von links)
  • Vorbereitung zum Abrüsten des Schulungsdoppelsitzers
  • Gemeinsam bei der Anhängerpflege
  • Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
  • Seltene Begegnung mit dem Luftschiff aus Essen/Mülheim
  • Impression mit tief stehender Herbstsonne am Niederrhein
Leider ist es wieder soweit und die Pilotinnen und Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e.V. (VfS Krefeld) beziehen sozusagen das Winterquartier auf dem Egelsberg. Grund hierfür sind die zunehmend kalten und "kurzen" Tage ohne Thermik, welche die Jahreszeit ab November prägen und sich nicht mehr wirklich gut zum Segelfliegen eignen. So war es (ähnlich wie bei den Seglern auf dem Wasser) auch für die Segelflieger Zeit, die Flugsaison 2016 zu beenden und alle Flugzeuge und Geräte winterfest zu verstauen.

Nach einer außerordentlich erfolg- und erlebnisreichen Flugsaison 2016 waren doch einigen VfS-Pilotinnen und Piloten erforderlich, um alle 6 Segelflugzeuge des VfS Krefeld auseinander zu bauen (Fachleute sprechen vom "Abrüsten") und in die langen weißen Anhänger zu verpacken. Diese wiederum hatten eine gründliche Wäsche nötig, bevor das gesamte Equipment im Hangar auf dem Krefelder Egelsberg zentimetergenau verstaut werden konnte.

Außerdem wurde natürlich gleich mit den Wartungs- und Pflegearbeiten an den Flugzeugen und Geräten begonnen. Ähnlich wie bei den "großen Airlinern" gibt es auch für jedes Vereinsflugzeug einen detaillierten Wartungs- und Instandhaltungsplan. In der zertifizierten Vereinswerkstatt werden diese Pläne in den kommenden Monaten Schritt für Schritt durch das gut ausgebildete technische Vereinspersonal minutiös abgearbeitet. Dabei erfolgt jeweils zuerst eine gründliche Inspektion, an die sich, wenn nötig, kleinere Reparaturen anschließen. Danach folgen intensive Pflegearbeiten insbesondere der empfindlichen Lackoberflächen. Da wir poliert und gewienert, bis der "Flieger" wie neu in vollem Glanz erstrahlt (jeder Autofreund hätte seine wahre Freude). Auch alle Anhänger und Fahrzeuge werden einer ähnlich akribischen Wartung und Pflege unterzogen – schließlich soll alles zur nächsten Flugsaison ab März 2017 wieder tipp topp bereitstehen.

Neben der üblichen Wartung und Pflege haben sich die VfS-Techniker für diesen Winter noch eine ganz besondere Herausforderung vorgenommen. Denn die 330 PS-starke Diesel-Schleppwinde des VfS-Krefeld soll zukünftig mit wesentlich leichteren und elastischeren Kunststoffseilen betrieben werden. Die VfS-Piloten versprechen sich davon eine noch höhere Betriebssicherheit, ein angenehmeres Startverhalten und evtl. höhere Starthöhen in dieser kostengünstigen Startart. Erforderlich sind allerdings umfangreiche und technisch anspruchsvolle Umbauarbeiten, die nahezu in Eigenleistung erfolgen sollen.

Parallel zu den Arbeiten an den Flugzeugen und Geräten erhalten alle Flugschüler bis März an jeweils 3 Stunden sonntags einen umfassenden theoretischen Unterricht in allen für die Flugausbildung erforderlichen Fächern. Als Vorbereitung auf die theoretische Pilotenprüfung ist dieser Unterricht eine wesentliche Voraussetzung. Die Fluglehrer bieten diese optimale Unterstützung im Winter ehrenamtlich an, so dass niemand in den Sommermonaten aufs Fliegen verzichten muss.

Ganz aufs Fliegen brauchen die VfS- Pilotinnen und Piloten jedoch auch im Winter nicht zu verzichten. So stehen das viersitzige Sportflugzeug vom Typ "DR 300" und das zweisitzige Ultraleichtflugzeug vom Typ "FK 9 Mark IV" des VfS Krefeld noch einige Zeit für schöne Flüge in der kalten Jahreszeit zur Verfügung. Die Möglichkeiten und Flugerlebnisse sind dabei auch im Winter interessant und erlebnisreich. Herrliche Impressionen und faszinierende Eindrücke bei tief stehender Sonne, bei Besuchen auf anderen Flugplätzen oder z. B. bei Begegnungen mit Luftschiffen oder Ballonen sind (wie man sieht) durchaus möglich.

Auch wenn die Flugsaison (wie geschildert) bis auf die Sparten Motor- und Ultraleichtflug nun bis März zu Ende gegangen ist, treffen sich die VfS-Mitglieder regelmäßig samstags von ca. 14:00 bis 17:00 Uhr in der Vereinswerkstatt im Hangar auf dem Egelsberg. Hier können Interessierte gerne vorbeischauen, um sich über den Flugsport und das VfS-Vereinsleben zu informieren. Vielleicht ist dies der erste Schritt, sich selbst den Traum vom Fliegen zu ermöglichen.

 

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